Uriah Heep

Thin Lizzy

Badnerhalle , Rastatt am 11.10.2008 

Dieses Jahr scheint die Tour der Legenden zu sein, denn nach Nazareth, Journey, und demnächst Deep Purple kommen nun noch Uriah Heep und Thin Lizzy nach Deutschland, die alle Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre, gegründet wurden.

Bevor es aber mit Thin Lizzy bekann stand noch ein einzelner Musiker mit einer Gitarre auf der Bühne, der versuchte beim Publikum für etwas Stimmung zu sorgen. Da wohl kaum einer wußte wer dort stand und auch die Menge die Songs nicht kannte kam also kaum Begeisterung auf. Allerdings hat er seine Sache recht gut gemacht und konnte auch mit einer Hammerstimme aufwarten. Sein Name: Andrew Paul Woodworth http://www.myspace.com/andrewpaulwoodworth  "I’m just trying to turn the bad into the good...
John Paul Jones sagte über ihn, er sei der beste Lyriker, mit dem er je zusammen gearbeitet hätte, auf den LA Music Awards 2004 wurde er zum „Male Vocalist of the Year“ gekürt, und sowohl der weltweit größte Sportsender ESPN, als auch die Roswell-Show, als auch die Macher der Kultserie Buffy, the Vampire Slayer setzten seine Musik ein! Aber der große Bruch im Leben des Andrew Paul Woodworth kam mit dem Beastie Boys-Partysmasher You Got To Fight For Your Right (To Party). Denn seine akustische Gänsehaut-Version hinterließ im Publikum und in Branchenkreisen staunend geöffnete Münder - und es gab ihm selbst den Kick, seine Solokarriere als Songwriter zu starten. Jetzt ist es fertig, das Solodebüt von Andrew Paul Woodworth: „Eddy Ate Dynamite“.

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Thin Lizzy wurden ebenfalls 1969 mit dem Bassisten und Sänger Phil Lynott gegründet und hatten 1973 einen großen Hit mit einer Version des irischen Volksliedes "Whiskey in the Jar". Ihr größter Hit war 1976 "The Boys Are Back in Town" aus dem Erfolgsalbum "Jailbreak". Die Band löste sich 1983 nach einer Abschiedstournee auf und 1986 starb Lynott an den Folgen einer Überdosis Heroin.1999 gab es eine Thin Lizzy-Wiedervereinigung mit Tour- und Livealbum. Gitarrist John Sykes, der lediglich auf einem einzigen regulären Thin Lizzy-Album mitwirken durfte, übernimmt seither Phil Lynotts Gesangsparts.

Die Band vermischte in ihrer Musik verschiedene Stile aus irischer Folklore, Blues und Hardrock, wobei der Hardrock später immer stärker hervorkam. Neben Gary Moore und Scott Gorham spielte auch Brian Robertson (ex-Motörhead) in der Band. wobei besonders die Zusammenarbeit mit Gary Moore in Erinnerung geblieben ist, da sie sehr erfolgreich den Song "Out in the fields" in die Charts brachten.

Noch interessant am Rande ist der Bandname: Der Name Thin Lizzy entstammt einem Comicheft namens „Beano“, in dem ein weiblicher Roboter mit Namen Tin Lizzie vorkommt und ist gleichzeitig eine Anspielung auf das erste seriell gebaute Automobil: Die Tin Lizzy der Ford Motor Company. Leicht abgewandelt (und in Anspielung auf den irischen Akzent, bei dem „thin“ wie „tin“ ausgesprochen wird) wurde der Name als Bandname übernommen.

Pünktlich um 20.00 Uhr enterten dann Thin Lizzy die Bühne. Die Halle war bis zum Letzten gefüllt und die Jungs legten auch gleich ordentlich los. Obwohl ein Thin Lizzy Set ja eigentlich nur aus Klassikern besteht wollte aber nicht so Recht Stimmung aufkommen. Ob es nun am Publikum lag oder was auch immer war mir nicht schlüssig, denn an den Musikern und den Songs kann es nicht gelegen haben. Zum Ende hin gab es dann ein Drum Solo von Tommy Aldridge und "Animal" aus der Muppetshow muss seinen Ursprung hier haben. Der Typ ist ein Tier an den Drums, unglaublich was der da Minutenlang abgeliefert hat. Danach war dann auch endlich mehr Stimmung in der Halle und die letzten Songs legten noch Mal ordentlich los.

Alben

Uriah Heep ist eine britische Rockband, die nach der gleichnamigen Romanfigur von Charles Dickens in dessen Roman David Copperfield benannt wurde. Gemeinsam mit Black Sabbath, Deep Purple und Led Zeppelin gelten Uriah Heep als Gründungsväter des Hardrock, wobei Uriah Heep mehr die melodische und romantische Seite des Hardrocks durch ihren ausgefeilten, oft mehrstimmigen Gesang vertreten. Die Band wurde 1969 von David Byron, Paul Newton und Mick Box gegründet, zu denen dann unter anderen Ken Hensley dazukam. (siehe auch Bericht vom Sweden Rock Kick Off Festival) Schon die erste Platte "Very 'eavy, very 'umble" enthielt mit "Gypsy" einen Top-30-Hit in Deutschland. 1971 wurde das Album "Salisbury" veröffentlicht. Es enthält mit Lady in Black, gesungen von Ken Hensley, das bekannteste Lied der Band.

Uriah Heep haben seitdem einen langen Weg mit vielen LineUp Wechseln hinter sich und obwohl ich viele Ihrer Platten kenne bin ich erst 1995 wieder richtig auf sie aufmerksam geworden, denn mit "Sea of Light" und der entsprechenden Tour, welche ich in Hannover seinerzeit verfolgen konnte ( mit Virgin Steel) trafen sie genau meinen Geschmack.

Seit Juni 2008 ist das neues Studioalbum mit dem Titel "Wake the Sleeper" im Handel und der erste Song weckt auch wirklich jeden auf. Wer sich näher mit der Musik der Band beschäftigen will, sollte sich die 6-CD-Box Chapter & Verse, die auf 35 Jahre Bandgeschichte zurückblickt und auf der ersten CD auch Titel der Vorläuferbands enthält, besorgen.

Mit dem Opener des neuen Album "Wake the sleeper" rockten dann Uriah Heep die Bühne und im Laufe des Abends sollte noch der ein oder andere Song von dem Album folgen. Eine super Songauswahl und ein zum Scherzen aufgelegter Sänger Bernie Shaw sorgten für ein tolles Konzert und auch das Publikum war nun anscheinend geweckt worden, da doch etwas mehr Aktion in der Menge zu verzeichnen war. Dies war der zweite Gig der anstehenden Worldtour und einige technische Probleme wurden locker und witzig von Bernie Shaw gemeistert.

Der Unterschied zwischen den beiden Bands war allerdings der Sänger. Mir ist in letzter Zeit schon öfters aufgefallen, dass Bands mit einem Frontman/Frau welche/r nicht an ein Instrument gebunden ist einfach besser mit der Menge umgehen kann und beim Publikum für mehr Stimmung sorgt.

Auf jeden Fall ein gutes Package welches man sich ruhig ansehen sollte.

Studio-Alben

  • Very 'eavy...Very 'umble (1970)
  • Salisbury (1971)
  • Look at Yourself (1971)
  • Demons and Wizards (1972)
  • The Magician's Birthday (1972)
  • Sweet Freedom (1973)
  • Wonderworld (1974)
  • Return to Fantasy (1975)
  • High and Mighty (1976)
  • Firefly (1977)
  • Innocent Victim (1978)
  • Fallen Angel (1979)
  • Conquest (1980)
  • Abominog (1982)
  • Head First (1983)
  • Equator (1985)
  • Raging Silence (1989)
  • Different world (1991)
  • Sea of Light (1995)
  • Sonic Origami (1998)
  • Wake the Sleeper (2008)

Live-Alben:

  • Uriah Heep Live (1973)
  • Live on the King Biscuit Flower Hour (1974)
  • Live at Shepperton (1974)
  • Live in Europe (1979)
  • Live in Moscow (1987)
  • Spellbinder (1996)
  • Future Echoes of the Past (2000)
  • Acoustically Driven (2001)
  • Electrically Driven (2001)
  • The Magician's Birthday Party (2002)
  • Live in the USA (2003)
  • Magic Night (2004)

Kompilationen (Auswahl)

  • Easy Livin' - Best (1991) (1971 - 1977, Zounds, alle Titel digital remastert)
  • A Time of Revelation (1996) (4-CD-Set mit teils unveröffentlichten Aufnahmen aus 25 Jahren Bandgeschichte, mit 60-seitigem Booklet)
  • Remasters (2002)

 

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