Pretty Maids

25 Anniversary Tour 2008
Matrix , Bochum am 15.11.2008 und Fabrik, Bruchsal am 16.11.2008
Pretty Maids wurden von Ken Hammer und Rowan Atkins im Jahr 1981 ursprünglich als Coverband gegründet. Die Dänen gaben sich englische Pseudonyme, weil sie glaubten, damit international erfolgreicher sein zu können. Bald nach der Gründung verlegte man sich vom Covern auf das Schreiben eigener Songs. Im Jahr 1982 wurde ein Demotape aufgenommen, das der Band ihren ersten Plattenvertrag beim englischen Label Bullet Records einbrachte. Dort veröffentlichten sie im Jahr 1983 eine Mini-LP mit dem Titel „Pretty Maids“. Im selben Jahr tourte die Band durch England und löste dort großen Zuspruch beim Publikum aus. Das Album „Future World“ wurde im April 1987 veröffentlicht, gefolgt von einer Welttournee, bei der die Band u.a. im Vorprogramm von Deep Purple auftrat. Dieses Album bedeutete den Durchbruch in der Rockszene und zählt noch heute zu den am meisten geschätzten Werken dieses Genres. Pretty Maids definierten mit diesem Album ihren unverwechselbaren Stil zwischen aggressiven Rocksounds und melodischen Klängen.
Nun sind schon 25 Jahre vergangen in denen die Band mehr oder weniger Erfolgreich im Musikgeschäft sind und es ist ebenfalls eine Weile her als ich die Jungs zu letzt gesehen habe. Um so mehr freut es mich gleich Eindrücke von zwei Konzerten der "25th Anniversary Tour" hier online zu stellen. Der Gig seinerzeit in Bochum war jedenfalls ein super Auftritt und ich denke diese Tour wird ebenfalls seine positiven Eindrücke hinterlassen.
Ronnie Atkins - vocals, Ken Hammer - guitar, Allan Tschicaja - drums, Kenn Jackson - bass, Morten Sandager - keyboards
Als Support in Bochum starten BLACKBIRD and THE ROXX
THE ROXX (Auszug aus der Homepage) In den 80er und frühen 90er Jahren gab es in Deutschland eine blühende Heavyrock-Szene. THE ROXX war die sicherlich schillerndste Formation dieser Zeit. Obwohl sie in keine Schublade paßte: Fans der NWOBHM mit Bands wie Judas Priest oder Iron Maiden, aber auch der 70er Legenden wie Black Sabbath, Led Zeppelin oder Deep Purple sind hier ebenso richtig wie Fans von Show Größen wie Alice Cooper, Marilyn Manson oder Rammstein. Alles an dieser Band um den extrovertierten und charismatischen 4-Oktaven Frontmann Billy Itch war skurril, irgendwie anders, irgendwie geheimnisvoll. Die Auftritte von THE ROXX waren nicht nur eine Demonstration erstklassiger musikalische Handarbeit, sondern immer und vor allem auch sehr sehenswerte SHOWS. Dass Billy Itch des Öfteren mit Rob Halford von Judas Priest verglichen wird, damit kann er nach eigenen Aussagen leben. Gehört dieser doch zu den besten Rock-Shoutern weltweit. Zitat Billy Itch: "Früher war´s Ian Gillan von Deep Purple, heute ist es Halford. Die Leute brauchen eben immer irgendeinen Vergleich…"Blackbird ??? Sind auch nicht am Start gewesen!!
Die folgenden Bilder und der Bericht sind von meinem Bruder Christian gemacht worden.
Die Matrix in Bochum, als Location für Konzerte, ist noch nie der ideale Ort für mich gewesen. Der lange Schlauch mit der kurzen Bühnenfront ist nicht optimal, so das in den hinteren Reihen schon mal ein Fernglas benötigt wird, damit man ordentlich schauen kann.
By the way...
Mit 30 Minuten Verspätung und entgegen der Ankündigung von zwei Supports startete um 20.30 The Roxx. Mit einem Sound, der schwer an die frühen Jahre von Judas Priest erinnert aber auch durchaus was von Led Zeppelin in sich trug, gingen The Roxx auf ihr 30 minütiges Vorprogramm. Die Optik der leicht zerrissenen, einheitlichen weißen Hemden, mit leichten Farbklecksen und die recht statische Show der Band ,hat sichtlich niemanden vom Hocker gerissen. Einziger Pluspunkt war die Stimme von Shouter Billy Itsh. Diese erinnerte, wie auf der Homepage angekündigt, sehr an Rob Halfort so dass bei besserer Musik dies zu einem echten Highlight hätte werden können.
Um 21.35 stürmten Pretty Maids mit dem Opener „Sin Decade“ die Bühne!
Die Stimmung war auf den Punkt am kochen, so dass man meinen konnte der Anheitzer hätte ganze Arbeit geleistet.
Gefolgt von 13 weiteren Top-Hits u.a. „We came to Rock“ , „Virtual Brutality“, „Savage Heart“, „Yellow Rain“ der Balade „Don´t leave me“ und dem Schlusssong „Love Games“ wurde ein Feuerwerk von guten Songs abgebrannt.
Eine agile Bühnenshow mit einem hervorragend aufgelegtem Ronni Atkins und einem spielfreudigem Ken Hammer ließen keine Wünsche offen, vielmehr hatte man das Gefühl das der Auftritt auch der Band einen Mordsspaß gemacht hat.
Der Auftritt in der Matrix war kein Vergleich, für den, für mich enttäuschenden Auftritt beim UFOR im Jahr 2006.
Sehr begrüßt habe ich ebenfalls das kein Solo gespielt wurde......die künstliche Verlängerung von Auftritten sind nicht so meine Welt so dass mit 85 min Rock n Roll der Gig zwar nicht sehr lang, aber dafür einfach spitze war.
Als Zugabe folgten dann mit „Future World“ noch ein weiterer Hammer und mit „Red, Hot & Heavy“ ein echter Klassiker.
Unter solchen Voraussetzungen hoffen wir doch alle das noch weitere 24 Jahr folgen.......Hier nun die Eindrücke aus Karlsruhe/Bruchsal Die folgenden Bilder und der Bericht sind wie sonst auch von mir (Binzer) gemacht worden.
Als Vorband wird Chucks auftreten: Die Chucks sind eine New-Rock Band aus Ludwigshafen, deren Mitglieder zwischen 16 und 20 Jahren sind und die sich immer mehr zu einem Markenzeichen in der Rock-Szene entwickeln. Die Band wurde im Jahr 2005 gegründet. Sie schreiben hauptsächlich eigene Songs, haben aber auch immer wieder mal einen Cover-Song von z.B. Motley Crüe, Led Zeppelin oder Iron Maiden in ihrem Programm. Die Chucks bestehen aus den Geschwistern Alain (Gitarre / Vocals) und Steve Slimani (Drums / Vocals). Amine (Bass / Backing-Vocals) und Marco (Gitarre) vervollständigen das Line-Up.
Tja, da stand nun wirklich eine blutjunge Newcomerband auf der Bühne und im Vergleich zu Bochum waren diese Jungs wohl die bessere Wahl als Opener. Die eigenen Songs waren wirklich nicht schlecht und auch die wenigen Covers die im Programm waren sind ordentlich rübergekommen. Alain hat schon eine recht gute Stimme und auch wenn nicht jeder Ton perfekt getroffen wurde, könnte sich hier ein guter Shouter entwickeln. Auch der Rest der Truppe lieferte ordentliches ab und wenn der Marco noch etwas mehr aus sich rauskommt, wird auf der Bühne sicherlich noch mehr abgehen. Und ordentlich laut waren die Jungs auch.
Nach der guten Darbietung der jungen Truppe um Chucks, kam nun mit Pretty Maids ein gewaltiger Generationen-Sprung auf die Bühne. 25 Jahre im Geschäft und kein bisschen leise! Die Fabrik war schon bei Chucks gut gefüllt und die Location eignet sich für solche Club Gigs recht gut. Gute Sicht, einigermaßen breite Bühne und nur die Lautstärke wäre hier zu bemängeln. Aber wir waren ja auch nicht auf einem Schlagerfestival sondern auf einem Metal Konzert. Und Metal wurde hier vom Feinsten geboten, "Red Hot and Heavy" könnte man sagen. Wie wohl auch in Bochum: das volle Brett, super Laune der Jungs, coole Show und eine super gut aufgelegte Band.
Allerdings stand ein Song nicht auf der Setlist und wurde auch nicht von Pretty Maids gesungen, sondern vom Publikum:
Happy Birthday to you, Happy Birthday to you, Happy Birthday Dear Ronni, Happy Birthday to you !
Rocker Herz was willst du mehr?! Na noch 25 Jahre "Future World"!
Homepage: www.prettymaids.dk MySpace: www.myspace.com/pmaids
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