Lynyrd Skynyrd

Lynyrd Skynyrd (anfangs Lynard Skynard; der neue Bandname wird auch so ausgesprochen) ist eine US-amerikanische Rockband. Sie gehört zu den wichtigsten Vertretern des in den 1970er-Jahren populären Southern Rock. Bekannte Lieder sind Free Bird von 1973 (1970 geschrieben) und Sweet Home Alabama von 1974. Ihre Musik ist eine hart gespielte Mischung aus Rock, Blues-Rock und Country, die Texte behandeln typische Südstaatenthemen. Auch Auftreten und Flair der Band verkörpert die typischen Südstaatenwerte und das Gefühl der Region. Lynyrd Skynyrd unterscheiden sich dabei von den anderen, typischen Southern-Rock-Bands, wie z. B. den Allman Brothers, in deren Musik auch Jazzelemente einflossen.

Gründung

Während ihrer Highschoolzeit in Jacksonville (Florida) spielten Ronnie Van Zant, Allen Collins, Gary Rossington, Bob Burns und Larry Junkstrom in einer Band mit dem Namen The Noble Five. Der Schullehrer Leonard Skinner ertappte mehrere Mitglieder der Band bei Verstößen gegen die Kleiderordnung der Schule, die auch den Haarschnitt vorschrieb. Als diese die Schule aufgaben, wurde der Bandname zunächst in Leonard Skinnerd geändert. Um deswegen keine weiteren Schwierigkeiten zu bekommen, erfuhr der Name nach und nach Verfremdungen, alle Vokale wurden gegen 'y' getauscht. Die Band probte in Ronnies Garage, doch nachdem Streitigkeiten mit den Nachbarn immer mehr zugenommen hatten, verlegten sie ihre Sessions fortan in ein Farmhaus bei Green Cove Springs. Dieser Ort wurde „Hell House“ genannt und war der Ursprung der Musik von Lynyrd Skynyrd.

Erste Erfolge

1974 veröffentlichten sie ihr Album Second Helping, aus dem ihre Hit-Single Sweet Home Alabama (Platz 8 in den US-Charts) stammt, eine musikalische Antwort auf den Song Southern Man von Neil Young. Die LP erreichte den 12. Platz in den US-Charts und bekam mehrfach Platin. Nuthin’ Fancy, 1975 erschienen, errang als erster Tonträger der Band einen Platz in den USA-Top-10. Die 1976 nachfolgende Langspielplatte Gimme Back My Bullets konnte nicht an die Erfolge der Vorgänger anschließen. Das gelang erst Ende 1976 mit dem Live-Doppel-Album One More From the Road. Hier spielte erstmals der neue Gitarrist der Band, Steve Gaines, mit. Die Band wurde durch 3 Background-Sängerinnen vervollständigt. Das Live-Album wurde der zweite Top-10-Hit von Lynyrd Skynyrd.

Lynyrd Skynyrd veröffentlichten ihr sechstes Album Street Survivors am 17. Oktober 1977. Drei Tage später stürzte das Privatflugzeug der Band ab. Die LP Street-Survivors, die wenige Tage nach dem Absturz ausgeliefert wurde, zeigte die Band auf dem Cover von Flammen umgeben. Ronnie Van Zant hatte ein Todeslied beigesteuert: "That Smell". Nach dem Flugzeugunglück wurde das Cover durch ein anderes ersetzt. Dieses Album wurde für die Band zu einem ihrer größten Erfolge: Platz 13 in den englischen, Platz 5 in den amerikanischen LP-Charts. Aus dem Rest der Gruppe ging die Rossington - Collins Band hervor. (1980 - 1982, mit zwei Alben)

Neuformierung

1987, zum zehnten Jahrestag des Absturzes, formierten sich Lynyrd Skynyrd neu. Johnny Van Zant, der Bruder des verstorbenen Ronnie Van Zant, berief Rossington, Powell, King, Wilkeson und den Gitarristen Randall Hall (der den durch einen Autounfall gelähmten Allen Collins ersetzte, der am 23. Januar 1990 an den Folgen des Unfalls verstarb) hinzu. Erst nur als Revival-Band für eine Tournee (Reunion-Tour) mit 32 Konzerten geplant, die sich dann aber als beständig erwies und 1988 das Live-Doppel-Album Southern by the Grace of God – Lynyrd Skynyrd Tribute Tour veröffentlichte.

Seit Beginn der 1990er erscheinen regelmäßig neue Alben von Lynyrd Skynyrd. Mit Lynyrd Skynyrd 1991, The Last Rebel und dem Werk Twenty von 1997 halten sie den Geist und die Idee des Southern Rock und die Erinnerung an die verstorbenen Bandmitglieder aufrecht. 1998 erschien die Live-Doppel-CD Lyve from Steel Town, die neben neuen Titeln und alten Klassikern auch zwei Radiointerviews und einige Videos für den PC enthält. 1999 erschien Edge of Forever. Hier haben sich die neuen Bandmitglieder Hughie Thomasson (vorher bei den Outlaws) und Ricky Medlocke (vorher Blackfoot) stark in die neuen Songs einbringen können. Ihr neuer Einfluss sorgte neben der harten Stimme von Johnny van Zant für einen frischen, rockigen Sound. Gleichzeitig gelang es aber, auch an die Tradition der alten Lynyrd-Skynyrd-Band anzuknüpfen. 2001 verstarb der Bassist Leon Wilkeson an einem Lungenemphysem sowie Leberschaden; er wurde durch Ean Evans ersetzt. 2006 verließ Hugh „Hughie“ Edward Thomasson Jr. die Band, um The Outlaws neu zu formieren. Seinen Platz als 3. Gitarrist nahm Mark „Sparky“ Matejka ein. 2007 starb Thomasson am 9. September 2007 an einem Herzinfarkt in seinem Haus in Brooksville, Florida, im Alter von 55 Jahren. 2009 verstarb Billy Powell am 28. Januar im Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt in Orange Park (Florida). Die Sanitäter, die er selbst noch per Telefon gerufen hatte, konnten nur noch seinen Tod feststellen. Im selben Jahr, am 6. Mai, verstarb Bassist Donald "Ean" Evans. Er erlag einem Krebsleiden. Am 13. März 2006 wurde Lynyrd Skynyrd in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, gemeinsam mit Black Sabbath, Blondie, Miles Davis und den Sex Pistols, wobei die letztgenannten jedoch die Aufnahme verweigerten.

Lynyrd Skynyrd, Konzertbericht

Da stand sie nun, die Legende von der "Sweet Home Alabama" stand. Die letzte CD "God & Guns" war recht gut. Nicht spektakulär, Lynyrd Skynyrd halt, aber wer hat schon wirklich was anderes erwartet und das Rad werden die Amis auch nicht mehr neu erfinden. Aber, es ist schon cool, wenn die gesamte Truppe da auf die Bühne kommt und ordentlich rockt. Die Bühne war natürlich groß genug, damit auch alle gut zur Geltung kamen und Platz für die beiden Damen war auch noch. Spaß hatten Lynyrd Skynyrd offensichtlich und die Halle war für einen Montag auch sehr gut gefüllt um für Stimmung zu sorgen. Das Publikum war auch bunt gemischt, einige hatten sogar ihre Kinder dabei und der Altersdurchschnitt war ein wenig "höher" als sonst üblich. Was mir weniger gefallen hat war der Sound. Die Halle hat eh nicht den allerbesten Sound und klanglich lag das Ganze dann in den hohen Tonlagen. Es scherbelte ein wenig und die Lautstärke tat ihr übriges. Leise sind Lynyrd Skynyrd ja eh nie.

Was den eingefleischten Fans immer wieder etwas säuerlich aufstößt, ist, dass die Setlist nicht wirklich wechselt und auch an diesem Abend gab es keine Innovationen. Wenn ich das Set richtig aufgegriffen habe waren nur zwei Songs der letzten Scheibe dabei und das Set ging auch nur knapp 90 Minuten lang. Wer die Band noch nie live erlebt hat, war sicherlich voll zufrieden, wer sie schon öfter gesehen hat evtl. weniger. Mir hat es zwar gut gefallen, allerdings müssten die Jungs beim nächsten Mal schon etwas anderes auffahren. Im Background wurde zwar der Vorhang schön gewechselt und passend zu "Sweet Home Alabama" kam die große Südstaatenflagge zum Einsatz, aber wenn das der Standard ist, auf Dauer etwas wenig. Trotz allem: Lynyrd Skynyrd haben Musikgeschichte geschrieben und diese Band sollte jeder wenigstens ein Mal gesehen haben.

Setlist:

Skynyrd Nation, What´s your name, Gimme back my bullet, I know a little, That smell, Simple man, Whiskey rock n roller, Down south jukin´, The needle and the spoon. Tuesday´s gone, God & Guns, Still unbroken, Gimme three steps, Call me the breeze, Sweet home Alabama, Free Bird

Fotos von Lynyrd Skynyrd gibt es hier

http://www.lynyrdskynyrd.com/

Lake

Lake, kurz knapp und knackig! Aber wer sind die? Gute Frage, ich hab noch nie was von den Jungs gehört und wusste im Vorfeld auch nicht dass die auftreten. Umso erstaunter war ich, dass Lake schon seit den 70ern existiert. Gründungsbesetzung: 1973 Gitarre: Oreste Malagia, Lead-Gesang: Ian Cussick, Bass: Martin Tiefensee, Drums: Fritz Graack, Keyboard: Geoffrey Peacey, Saxofon: Gerd Beliaeff, Trompete: Bernard Whelan. Klassische international tourende Besetzung: 1975 im Oktober startet Lake in der endgültigen Besetzung bestehend aus Detlef Petersen, Jim Hopkins-Harrison, Geoffrey Peacey, Alex Conti, Martin Tiefensee und Dieter Ahrendt. Dieses ist nur ein Auszug aus der Historie. Mehr Infos gibt es auf der Homepage von Lake, die viele gute Infos bietet. Mir hat der Auftritt sehr gut gefallen und passte auch recht gut ins Vorprogramm von Lynyrd Skynyrd. Besonders der Keyboarder Jens Skwirblies hat richtig Spaß gemacht. Meistens stehen die Jungs oder Mädels hinter den Tasten und gut is. Aber der Junge hat richtig Gas geben und ordentlich gerockt. Fazit: Ansehen, es lohnt sich!

http://www.lake-music.de/index2.htm

Fotos von Lake gibt es hier