Knock Out Festival 2008

Europahalle in Karlsruhe, 12.01.2008

2007, das Jahr mit so vielen Konzerten, die teilweise so dicht gelegt wurden, dass man ohne Helicopter und 6er im Lotto, nicht alle verfolgen konnte, ging zu Ende.

Mit dem Knockout Festival am 12.01. gab es einen würdigen Start ins neue Jahr. Mit der Kombination der Bands war auch von Anfang an klar, das es ein großes Publikum finden würde. Pünktlich um 16.00 Uhr gingen die Türen auf und die lange Schlange die sich gebildet hatte setzte sich doch sehr schnell in Bewegung. Überhaupt war die gesamte Organisation der Veranstaltung sehr gut und die Europahalle ein geeigneter Ort für dieses Event. Der Veranstalter "On Stage" weiß halt wie so etwas gemacht wird und auch die Umbauphasen zwischen den Bands ging sehr zügig über die berühmte Bühne.

Alle Bands lieferten eine gute bis sehr gute Performance ab und man kann, wie es öfter bei solchen Events der Fall ist, nicht von einem einzigen Ausfall sprechen. Einzig die Reihenfolge der Bands wäre zu erwähnen, aber dazu unten mehr.

EPICA: die 2002 gegründete Symphonic-Metal-Band aus den Niederlanden machten den Anfang vor einer gut halb vollen Halle. Mit Sängerin Simone Simons und dem neuen Album, welches seit September 2007 erhältlich ist stand einem guten Start auch nichts weiter im Wege. Der Sound war recht gut die Bühne groß genug, Musikalisch und vor allem optisch, gab es nichts zu meckern.

Danke an die diesen Bericht möglich gemacht haben

Bandpage: www.epica.nl

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AXXIS: die Ende der 80er Jahre gegründet wurden, leben von der markanten und hohe Stimme des Sängers Bernhard Weiß die natürlich als das Erkennungszeichen der Band gilt. Die Sängerin Lakonia, die bereits auf Time Machine als Backgroundsängerin zu hören war, und seit Paradise in Flames mit Bernhard Weiß im Duett singt, war diesmal nicht mit von der Partie und wurde hervorragend von Ana Mladinovici (der Sängerin von MAGICA) unterstützt. Axxis sind für mich immer so eine schwierige Sache: obwohl ich fast alle Cds besitze kann ich den Shows einfach nicht mehr so viel abgewinnen. Evtl. liegt das auch an der Dame in der Kombo, denn genau die letzten beiden Cds stehen nicht in meinem Regal. Wie dem auch sei lieferten AXXIS ihre gewohnte Show gut ab und wurden von der Menge auch entsprechend gefeiert. Die Halle füllte sich nun auch mehr und mehr was aber wohl auch an dem nächsten Act lag.

Bandpage: www.axxis.de

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GAMMA RAY: Die hamburger Jungs mit Kai Hansen der Gamma Ray 1988/89 (nach dem er Helloween verlassen hatte) gegründet hatte zeigten schon mit ihrem Bühnenaufbau daß nun eine etwas andere Performance am Start war. Die Power und den Spaß den diese Band auf die Bühne bringt sind schon klasse und konnten an diesem Abend auch nur von einer Band getoppt werden. Wie Kai Hansen selbst erwähnte sind sie halt : keine Band der melancholischen Töne und spielen eben Heavy Metal. Die Halle war nun sehr gut gefüllt und viele sind anscheinend gerade wegen Gamma Ray erst jetzt gekommen. Es war ein guter und powervoller Gig mit viel Spielfreude und Kai Hansen hatte auch sofort den Draht zum Publikum gefunden.

Bandpage: www.gamma-ray.com

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PARADISE LOST: Nachdem Gamma Ray die Messlatte in Punkto Party und Power recht weit oben angesiedelt hatten kam nun mit Paradise Lost eine Kombo die eher der Zuordnung nach dem Death und Gothic anzusiedeln sind. Oder wie Sänger Nick Holmes die Musik mit der eigenen Genredefinition Dark Rock bezeichnet. Egal wie man das nennen will, nach Gamma Ray waren die Jungs leider etwas deplaziert. In Punkto Musik wie auch in der Bühnenoptik. Nicht das hier ein schlechtes Programm oder Musik abgeliefert wurden, es war einfach eine andere Richtung. Vielleicht war es ja auch beabsichtigt etwas Dampf rauszunehmen aber Gamma Ray hätte besser nach Paradise Lost gespielt. So empfand es wohl auch das Publikum, denn viele verließen die Halle und einige gingen wohl auch ganz. Es wurde merklich leerer und ruhiger vor der Bühne.

Bandpage: www.paradiselost.co.uk

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HELLOWEEN: wurde 1984 in Hamburg gegründet und ist eine der erfolgreichsten Metalbands aus Deutschland, die mit dem Album Keeper of the Seven Keys Part 1 eines der meistverkauften Metal-Alben Deutschlands ablieferten. Da ein neues Album mit dem Namen "Gambling With The Devil" im Oktober 2007 veröffentlicht wurde und die Show auch noch ein super Bühnenbild präsentierte war ich doch recht überrascht und es war schnell klar was passieren würde. Als ich Helloween das letzte mal in Karlsruhe (mit Primal Fear) gesehen hatte war die Bühne zwar auch recht cool in ihrer Optik aber Andi Deris lieferte dort eine eher schläfrige Nummer ab um mich zu beeindrucken. Ganz anders diesmal ! Super Performance und eine Freude die man Ihm in jeder Sekunde ansah. Er ließ es sich natürlich nicht nehmen mit dem Publikum zu schwätzen und Fragen über seinen Geburtsort zu stellen. Ein Highlight war sicherlich auch das "Kaspertheater" mit den verzerrten Gesangslinien, den Bärten und den "kurzen" Beinen, welches dann aber unter Maschinengewehrfeuer beendet wurde. Ein super Spaß! Alles in allem, so viel will ich vorwegnehmen war diese Band der Headliner des Abends. Das Publikum feierte begeistert diese Band bei ihrem Heimspiel und auch bei der weiteren Hellish Rock 2007/2008 Tour wird so manches Highlight zu sehen sein.

Bandsite : www.helloween.org

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WITHIN TEMPTATION: Nun kamen die Niederländer die man ja niemanden mehr vorstellen muß und leider hatten sie das selbe Problem wie Paradise Lost zuvor: Das Brett, welches Helloween abgeliefert haben konnten sie nicht halten, geschweige denn erwidern. Keine Frage da war eine tolle Band auf der Bühne und die Sängerin Sharon Janny den Adel ist wahrlich eine Augenweide, aber halt wieder eine ganz ander Musikrichtung. Die Halle war nach kurzer Zeit nur noch halb voll, aber diejenigen die noch da waren, feierten mit der Band gut ab und sorgten noch für Stimmung. Die Bühnenaufbauten waren eher dezent, passten natürlich gut zum aktuellen Album, welches mit Videoeinspielern über einen großen Beamer projeziert unterstützt wurde. Ebenfalls eine gute Band mit einer guten Show aber auch etwas deplaziert.

Bandsite: www.within-temptation.com

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Fazit:

Ein perfekt organisiertes Festival welches mit seiner Mischung aus Metal und Gothic sicherlich jederzeit sein Publikum findet. Wir haben darüber diskutiert ob die Reihenfolge so klug war oder nicht,da die Musik vom Powergehalt doch recht unterschiedlich war, aber das muß jeder für sich entscheiden. Für Abwechslung war jedenfalls gesorgt und mir hats gefallen. Danke noch an On Stage und Gruß an Anne und Mario.

So nun noch einige "Fans" ;-)

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