Deep Purple

Gotthard

Europahalle , Karlsruhe am 14.11.2008 

Gotthard , mal wieder, und das ist gut so. So langsam verliere ich den Überblick wie oft ich die Jungs schon gesehen habe, aber was die auf der Bühne immer wieder abliefern ist einfach eine perfekte Show mit sauguter Musik. Einige der wenigen Bands die ich wirklich wieder und wieder sehen kann. Gotthard waren 1998 schon als Support von Deep Purple in Frankreich dabei.

Gotthard stammen aus der italienischen Schweiz, genauer gesagt aus Lugano im Tessin. Unter der Obhut von ex-Krokus-Bassist Chris von Rohr avancierte die Band in den 1990er Jahren zum Aushängeschild des Schweizer Hard Rocks. Jedes Studioalbum nach dem Debüt landete auf Platz 1 der nationalen Charts.

Weitere Infos laut wikipedia:

Der Bandname

Gotthard ist nicht nur der Name eines Gebirgsmassivs in der Schweiz, sondern steht auch für den durch dieses Massiv führende Tunnel sowie den gleichnamigen Gebirgspass. Jedoch ergibt sich ein zweiter Sinn, wenn man beachtet, dass die Band bei der Schreibweise ihres Bandnamens gewöhnlicher weise das zweite T von GOTTHARD um 180° gedreht schreibt. Dieses T trennt GOT von HARD und stellt einen Phallus dar, außerdem heißt "Got Hard" auf Englisch soviel wie einen Ständer kriegen (vgl. english: to get/got hard). Eine sexuell bezogene Anspielung, die vor allem für Hair-Metal-Bands der 1980er Jahre und ihre anzüglichen Texte typisch ist. Das Logo der Band wurde von Ron Habegger, dem Bruder des Schlagzeugers (Hena Habegger), entworfen.

Erfolge und Auszeichnungen

Pünktlich um 20.00 Uhr begannen Gotthard ihrem Auftritt in einer fast ausverkauften Europahalle! Mein erster Gedanke war : Spielen die wie sonst auch die Deep Purple Coverversion von Hush?! Natürlich nicht, haha. Es ist einfach der Hammer wie die Truppe um Sänger Steve Lee die Menge schon vom ersten Song an im Griff hat. Mit einer Stunde Spielzeit hatten Gotthard so ziemlich alle Hits im Gepäck und hauten einen Knaller nach dem anderen der Menge um die Ohren. Gotthard sind eine der wenigen Bands die ich mir immer wieder gerne ansehe, die Spiellaune und der Spaß der da von der Bühne kommt sucht schon seines Gleichen, vor allem ,da die Band schon seit Jahren einen vollen Livekalender an den Start bringt. Die werden einfach nicht langweilig und die Qualität der Songs bringt ihr Übriges. Leo Leoni an der Gitarre war mal wieder Wahnsinn, ich warte noch auf den Tag wo der von der Bühne fällt. Der wirbelte mal wieder wie ein Tasmanischer Teufel über die Bühne und auch Steve Lee konnte sich einen Kommentar nicht verkneifen: "Der spinnt". Das Publikum feierte den ganzen Auftritt mit und viele Fans waren wohl auch wegen Gotthard vor Ort. Super Stimmung, Super Gig, Super Start für einen geilen Abend! Weitere Fotos von mir gibt es unter anderem auch hier Schweden Kick Off ,  Open Air 07.07.07 , Bremen 2005

Studioalben

  • 1992: Gotthard
  • 1994: Dial Hard
  • 1996: G.
  • 1998: Open
  • 2001: Homerun
  • 2003: Human Zoo
  • 2005: Lipservice
  • 2007: Domino Effect

Livealben und Compilations

  • 1995: Hamburg Tapes (Live)
  • 1997: D-Frosted (Live & Unplugged)
  • 2002: One Life One Soul (Balladen Compilation)
  • 2004: One Team One Spirit (Best Of)
  • 2006: Made In Switzerland (Live)

Videos und DVDs

  • 2002: More Than Live (DVD)
  • 2006: Made in Switzerland (DVD+CD)

Singles und EPs

  • 1992: All I Care For
  • 1992: Hush
  • 1992: Firedance
  • 1993: Mountain Mama
  • 1994: Travellin' Man
  • 1994: I'm On My Way
  • 1995: Father Is That Enough
  • 1996: One Life One Soul
  • 1996: He Ain't Heavy He's My Brother
  • 1997: Fight For Your Life
  • 1997: One Life One Soul (Live)
  • 1997: Love Soul Matter
  • 1997: Someday
  • 1998: Let It Rain
  • 1999: Merry X-Mas
  • 1999: Blackberry Way
  • 1999: You
  • 2000: Heaven
  • 2000: Homerun
  • 2003: What I Like
  • 2003: Janie's Not Alone
  • 2003: Have A Little Faith
  • 2004: Fire and Ice
  • 2004: One Team One Spirit
  • 2005: Lift U Up
  • 2005: Round And Round
  • 2005: Anytime, Anywhere
  • 2006: Tu Passion
  • 2006: El Traidor
  • 2007: The Call
  • 2007: Come Alive

 

Deep Purple wurde im April 1968 gegründet und zählt mit zu den einflussreichsten Bands des Hard Rock. Geprägt vom Klang der Hammond-Orgel, mit markanten Gitarrenriffs und -soli, sowie einer soliden Rhythmusarbeit sind sie, trotz zahlreicher Personalwechsel, bis heute erfolgreich im Geschäft. Zu ihren bekanntesten Songs zählen Smoke on the Water, Black Night, Woman from Tokyo, Child in Time, Highway Star und Hush. Insgesamt verkauften sie weltweit über 100 Millionen Alben.

Auf den Namen Deep Purple kam die Band nach einer kurzen Tour durch Skandinavien. Der Name lässt sich zwar aus dem Englischen als „tiefes Purpur“ übersetzen und gilt dort als Slangbegriff für LSD, tatsächlich bezieht sich der Name jedoch auf den Song When the Deep Purple Falls von Peter DeRose. Mit dem Song  Hush vom ersten Album  hatte die Band großen Erfolg in den USA, wo die Single Platz 4 der Charts erreichte. Das 1970 veröffentlichte Album In Rock war das erste auch in Europa erfolgreiche Album. In Großbritannien erreichte es Chartposition vier und verbrachte in Deutschland gar zwölf Wochen auf Platz eins. Nach vielen LineUp Wechseln und Auflösungen der Band erfolgte 1984 mit der Platte Perfect Strangers ein erfolgreiches Comeback welches an die guten alten Tage anknüpfte. Nach weiteren Streitigkeiten innerhalb der Band sprang sogar Joe Satriani kurzfristig ein um an der Gitarre auszuhelfen. Die umfangreiche Bandgeschichte kann man sehr gut auf wikipedia nachlesen.

21.30 Uhr das Licht geht aus, die Legende geht an: Deep Purple, 40 Jahre Rockgeschichte, eine volle Halle und Songs im Gepäck die Geschichte geschrieben haben. Was kann da noch schiefgehen? Nichts! Ian Gillan – barfuß auf der Bühne  – haut mit einer  Begeisterung immer noch Titel wie „Space Trucking“,  "Battles Rages On“ , „Into The Fire“ oder „Fire Ball“,  von der Bühne. Die Band beherrscht ihr Handwerk perfekt und Titel wie „Screaming“, "Wring That Neck“ oder „Well Dressed Guitar“ zeigen: Rock ´n ´Roll hält jung! Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass Ian Gillan noch ein wenig neben den Tönen lag, aber das kann auch an meinen Ohrstöpseln gelegen haben, denn leise war es vor den Boxen nicht gerade. Der erste Höhepunkt kam um 22.10 Uhr mit einem geilen Gitarrensolo welches dann in „Knockin at your back door“ überging. Nach kurzer Verschnaufpause zeigten die Jungs dann wieder wo der Hammer hängt und was da aus der Orgel von Don Airey kam war schon nicht mehr normal und ging über in " Perfect Strangers" Mit "Space Truckin" , "Highway Star" und "Smoke on the Water" bei dem die Bühne teilweise in Feuer-Rotem Licht getaucht war, brannte dann auch die Halle. Zugaben wie „Hush“ , „Lazy“ sowie „Black Nite“ unterstrichen, dass hier eine Band zu erleben ist, die wenn auch zweifellos mit gewissen qualitativen Abstrichen ,eindrucksvoll demonstrieren kann : Den Olymp des Hardrockhimmels hat die Band zu Recht erobert.

Studioalben

Jahr Album Besetzung
1968 Shades of Deep Purple I
1968 The Book of Taliesyn I
1969 Deep Purple / April I
1970 Deep Purple in Rock II
1971 Fireball II
1972 Machine Head II
1973 Who Do We Think We Are II
1974 Burn III
1974 Stormbringer III
1975 Come Taste the Band IV
1984 Perfect Strangers II
1987 The House of Blue Light II
1990 Slaves & Masters V
1993 The Battle Rages On II
1996 Purpendicular VI
1998 Abandon VI
2003 Bananas VII
2005 Rapture of the Deep VII

 

 

Reguläre Live-Alben

  • 1969 • Mk. II • Concerto For Group And Orchestra (D: 22, UK: 26, USA: 149)
  • 1972 • Mk. II • Made in Japan (D: 1, USA: 6, UK: 16)
  • 1974 • Mk. III • Live In London
  • 1975 • Mk. III • Made In Europe
  • 1975 • Mk. IV • Last Concert In Japan
  • 1988 • Mk. II • Nobody’s Perfect
  • 1994 • Mk. II • Come Hell Or High Water
  • 1996 • Mk. VII • Live At The Olympia ’96
  • 1999 • Mk. VII • Live At The Royal Albert Hall
  • 1999 • Mk. VII • Total Abandon: Live In Australia
  • 2000 • Mk. VII • Live At The Rotterdam Ahoy
  • 2001 • Mk. VII • The Soundboard Series
  • 2007 • Mk. VIII • They All Came Down To Montreaux: Live At Montreaux 2006

Weitere Veröffentlichungen der Band finden sich im Artikel

Deep Purple/Diskografie.

Aktuelle Besetzung
Gesang, Mundharmonika Ian Gillan (1969-1973, 1984-1989,seit 1992)
Gitarre Steve Morse (seit 1994)
Bass Roger Glover (1969-1973, seit 1984)
Hammond-Orgel, Keyboard Don Airey (seit 2002)
Schlagzeug Ian Paice (seit Gründung)

 

 

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