Manowar
Manowar wurde 1980 von Joey DeMaio und Ross „the Boss“ Friedman gegründet. Beide lernten sich während der Heaven and Hell Tour von Black Sabbath kennen, da DeMaio als Bass- und Pyrotechniker und Friedman als Gitarrist der Vorgruppe Shakin’ Street an dieser Tour beteiligt waren. Das erste und einzige Demo der Band wurde 1981 von Joey De Maio (Bass), Ross the Boss (Gitarre), Eric Adams (Gesang) und Karl Kennedy (Schlagzeug) eingespielt und beinhaltete die Songs Battle Hymn und Shell Shock. Wenig später unterschrieb die Band ihren ersten Plattenvertrag bei Liberty Records und veröffentlichte 1982 das Debütalbum Battle Hymns, auf dem Kennedy durch Donnie Hamzik am Schlagzeug ersetzt wurde. Für dieses Album gelang es Manowar, den amerikanischen Regisseur und Schauspieler Orson Welles für diverse Textpassagen im Song Dark Avenger sowie auf der nach dem Album erscheinenden Single Defender aus dem Jahr 1983 zu gewinnen. Ein Markenzeichen der Band ist das magisch-mystisch angehauchte Selbstverständnis: So wurde der zweite Plattenvertrag im Jahre 1983 mit Megaforce mit dem Blut der Musiker unterzeichnet. Dieses Selbstverständnis findet sich auch in vielen Liedtexten wieder. Dabei werden beispielsweise Motive der nordischen Mythologie und entsprechender Heldensagen aufgegriffen und mit Begriffen wie Ehre und Ruhm zum Beispiel im „Kampf“ gegen sogenannte Poser und den „falschen“ Metal vermengt. Zum Nimbus der Band gehört auch das „Sign of the Hammer“ genannte Grußzeichen, das bei Konzerten gerne verwendet wird. Eine Hand umschließt hier das Handgelenk der anderen, die mit geballter Faust über den Kopf erhoben wird. Die Band gilt als besonders fanverbunden, so veröffentlichte sie 1988 als Dank an die Fans in Deutschland die Ballade „Herz aus Stahl“, was ihnen „gleichermaßen Hohngelächter wie Respekt“ einbrachte. Wegen des Textes des als Bonustrack veröffentlichten „Pleasure Slave“ geriet die Band als „frauenfeindliche Machos“ in die Kritik. Ein Konzert in Wien brach die Band ab, nachdem enttäuschte Fans Bierbecher auf die Bühne geworfen hatten. Für Aufsehen sorgte in der Folgezeit das Verhalten der Band während der Hell on Stage-Tour 1998. Die US-amerikanische Thrash-Metal-Band Metallica spielte nach Auffassung der Bandmitglieder von Manowar keinen Heavy Metal mehr. Um diejenigen zu bekehren, die „dem wahren Metal den Rücken zugekehrt hatten“, holte Joey DeMaio zu jeder Show einen jungen Fan mit Metallica-T-Shirt auf die Bühne. Dort wurde er wegen des Shirts lächerlich gemacht, erhielt als Ausgleich ein Manowar-Shirt, und wurde von DeMaio ins Publikum zurückgeschubst. Später sah sich die Band immer stärkerer Kritik von Fans ausgesetzt, die ihnen „Ausverkauf, Kommerzialisierung ohne Rücksicht auf Verluste, Veröffentlichungs-Overkill, enttäuschende Shows“ und „fehlende Kritikfähigkeit“ vorwarfen. In einem Interview 2006 erklärte DeMaio, dass alle Vorwürfe gegen die Band ungerechtfertigt seien. Seit der Spectacle-of-Might-Tour 1985 durch Europa beanspruchen Manowar den Titel „lauteste Band der Welt“ für sich. So wurde am 8. März 1994 ein Schalldruckpegel von 129,5 Dezibel in der hannoverschen „Music Hall“ ohne Publikum gemessen. Bei Auftritten mit Publikum bewegt sich die Lautstärke bei Manowar-Konzerten üblicherweise zwischen 115 und 120 Dezibel. Die dazu benötigte besonders belastbare Tontechnik wurde von John „Dawk“ Stillwell entwickelt, der als festes Mitglied der Band im Hintergrund gilt und sie auf Tourneen immer begleitet. Im Juli 2008 wurde bei dem Magic-Circle-Festival in Bad Arolsen ein neuer Guinness-Weltrekord mit 139dB aufgestellt.
Holyhell
Die Band wurde 2005 von der Sängerin Maria Breon, den Gitarristen Joe Stump und Tom Hess, dem Bassisten Jay Rigney, dem Keyboarder Francisco Palomo und dem ehemaligen Schlagzeuger der Band Manowar, Kenny „Rhino“ Earl, der als einziges Mitglied bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad aufweist, gegründet. Der Name soll die Verbindung von etwas gegensätzlichem, hier die Stimme einer Frau und die Klänge der E-Gitarren, zeigen. Das Release ihres Debüt-Albums wurde verschoben, damit die Band mit Manowar und Rhapsody of Fire 2007 auf die Demons, Dragons and Warriors-Tour gehen konnte, bei der HolyHell die beiden Bands schon 2005 begleitet hatte. 2005 traten HolyHell außerdem beim Earthshaker-Festival und auf dem tschechischen Metalfestival Masters of Rock auf. Die erste Veröffentlichung der Band, eine Single mit dem Namen Apocalypse, erfolgte im März 2007. Produzent war Manowar-Bassist Joey DeMaio, der auch zusammen mit Manuel Staropoli Komponist der Lieder ist. Am 26. Juni 2009 wurde das Debüt-Album HolyHell veröffentlicht. Es umfasst 13 Titel, von denen 3 auch schon auf der Single Apocalypse enthalten waren. Die Gesamtspieldauer beträgt knapp 71 Minuten.
Metalforce
Gegründet wurde die Band 1997 von Tarek „MS“ („Metal Son“) Maghary und Udo Keppner. Bis 2000 spielten sie auf diversen Metal-Festivals und veröffentlichten zwei Demotapes, die gut in der Metal-Szene ankamen. Dieser Erfolg beflügelte MetalForce, damals noch unter dem Namen Majesty, 2000 schließlich, das erste eigenproduzierte, professionelle Studioalbum „Keep It True“ zu veröffentlichen. Eine Erbschaft (Tod des Großvaters) ermöglichte Tarek diesen Schritt, der zu dieser Zeit an der SAE Frankfurt am Main studierte. Viele Magazin-Sampler enthielten Tracks wie „Son Of Metal“, „Strong As Steel“ und die bandtypischen Hymnen „Keep It True“ und „Hail To Majesty“. In bester True-Metal-Manier wechselten die Songs von romantischen Darstellungen von Fantasy- und Mittelalter-Schlachten zu epischen Oden an den Metal. Am 12. Juli 2008 wurde bei ihrem Auftritt auf dem zweiten Magic Circle Festival verkündet, dass die Band sich von Majesty in „MetalForce“ umbenannt hat. Ihr gleichnamiges Album erschien im September 2009 unter dem Label Magic Circle Music, das von Manowar Gründer und Bassisten Joey DeMaio geleitet wird. Anfang 2010 wurde mit Josef Echter ein weiteres festes Bandmitglied bekannt geben. Außerdem werden MetalForce, zusammen mit HolyHell als Special Guest Manowar auf deren Death to Infidels World Tour begleiten.
Quelle: Wikipedia
Livebericht
Den Abend begannen die Jungs von Metalforce. Passend zu Manowar ganz in Schwarz und Leder gekleidet wurde in typischer True-Metal-Manier das volle Paket geliefert. Der Sound war extrem Leise und ich hatte das Gefühl, dass im Vorfeld nicht alles so funktioniert hatte wie geplant. Wie dem auch sei, die Jungs haben einen ordentlichen Gig abgeliefert. Nicht spektakulär aber auch nicht schlecht, Metal halt. Danach enterten dann Holyhell die Bühne. Die Geschichte war schon um einiges besser. Einfach abwechslungsreicher und wenn ich mir die Keyboardburg ansehe die da auf der Bühne stand, Hammer und kostet auch noch ein kleines Vermögen. Der Sound war nun um einiges besser und auch von der Show einfach eine Klasse besser. Klasse Musiker auf der Bühne, Maria war super drauf und stimmlich gibt es da eh nichts zu meckern. Und außerdem war sie einfach ansehnlicher als Tarek von Metalforce. Die beiden Bands passten soweit aber gut zusammen in das Programm und ich war gespannt was nun mit Manowar folgen sollte.
Ok, erst mal kam eine Umbaupause oder sollte man Werbepause sagen?! Die Nummer war mir auch neu. Interessant auch die Absperrungen am Merchandisingstand, sowie die drei Hightech Kassen, die sogar Kreditkarten abrechnen konnten! Was haben die erwartet? Viel los war da zumindest nicht. Aber wenn ich schon fast 70 € Eintritt blechen muss, dann brauch ich aber auch eine Kreditkarte. Ebenfalls die Menge an Ordnern und Polizisten vor Ort war schon beunruhigend. Auch die Fotoregularien waren anders als bei allen andern Konzerten die ich kenne. Nur ein Song zum Fotografieren und danach wurden alle Kameras aus der Halle verbannt. Aber nach einer gefühlten Ewigkeit senkte sich der Vorhang und Manowar legten los. Nach dem dritten Song kam eine Ballade und danach ein Solo und danach folgte irgendwie nur noch Langeweile. Das Gelaber und obercoole True-Metal gehabe seitens DeMaio geht mir schlicht auf die Nerven. Ok, Manowar haben ein treue Fangemeinde, aber die Halle war gerade mal zu einem Drittel gefüllt. Und außer einer großen Bühne wurde auch nicht weiter etwas geboten. Die letzte CD fand ich schon voll daneben und der Gig hat mich auch nicht umgehauen. Ist ja für die Fans bestimmt toll wenn sie auf die Bühne geholt werden, posen, rocken und Gitarre spielen dürfen, aber ich erwarte von einem Konzert einfach beste Unterhaltung und die haben Manowar nicht geboten. True Metal war das jedenfalls nicht. Da bin ich lieber bei U.D.O. und DORO. Übrigens gibt es im Rock Chicks Forum einen weiteren tollen Livebericht.
Fotos von: Manowar , Fotos von: Holyhell , Fotos von: Metalforce
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Studioalben
* 1982 – Battle Hymns
* 1983 – Into Glory Ride
* 1984 – Hail to England
* 1984 – Sign of the Hammer
* 1987 – Fighting the World
* 1988 – Kings of Metal
* 1992 – The Triumph of Steel
* 1996 – Louder Than Hell
* 2002 – Warriors of the World
* 2007 – Gods of War

Holyhell
Studioalben
- 2007: Apocalypse (5"-Single)
- 2009: HolyHell

Metalforce
Studioalben
- 1998: Majesty (Demotape)
- 1999: Metal Monarchs (Demotape)
- 2000: Keep It True
- Keep It True/Son of Metal
- 2002: Sword and Sorcery
- 2003: Reign in Glory
- 2004: Metal Law
- 2006: Sons of a New Millennium (EP)
- 2006: Hellforces
- 2009: MetalForce
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