Halle 02 in der Bahnstadt in Heidelberg vom 10.02. bis 26.04.2009
Bericht der Ausstellung und Fotos/Impressionen der Stadt Heidelberg
Auszug aus dem offiziellen Flyer der Körperwelten und der Zyklus des Lebens: "Nie zuvor hat eine Ausstellung die Öffentlichkeit so bewegt und die Sichtweise über die eigene Körperlichkeit so nachhaltig verändert wie Gunther von Hagens’ KÖRPERWELTEN. Durch die ästhetische Präsentation echter, anatomisch präparierter menschlicher Körper macht die Ausstellung den Tod zur Quelle anschaulichen Wissens über das Leben und lässt ihn zu einer tief berührenden Begegnung mit dem eigenen Körperinneren werden. Grundlage der Ausstellung ist Gunther von Hagens’ bahnbrechende Erfindung der Plastination – eine Konservierungstechnik, die es ihm erlaubt, anatomische Präparate mittels Vakuumimprägnierung dauerhaft und naturgetreu zu erhalten. Gunther von Hagens’ Plastinate überzeugen sowohl durch äußerst präzise, wissenschaftlich fundierte Präparation als auch durch kreativ-ästhetische und oftmals ungewöhnliche Darstellungsform. Gerade diese Verschmelzung von Wissenschaftlichkeit und Ästhetik ist es, die den Plastinaten einen besonderen Reiz verleiht und den Betrachter in Staunen und ehrfürchtige Selbstreflexion versetzt. Mehr als 27 Millionen Menschen rund um den Globus haben die KÖRPERWELTEN bereits gesehen. Im Sommer 2001 brach die Anatomieausstellung mit 1,4 Millionen Besuchern in Berlin sämtliche Rekorde. Die Ausstellung enthält eine Vielzahl spektakulärer, nie zuvor gesehener Präparate und zeigt unseren Körper im Kreislauf von Entstehen und Vergehen – wie sich der Körper im Laufe der Zeit verändert, wie er wächst, reift, den Höhepunkt erreicht und mit dem Alter schwächer wird. Dabei erfahren wir, was wir tun können, um unsere Gesundheit und eine hohe Lebensqualität auch im Alter möglichst lange zu bewahren."
KÖRPERWELTEN & Der Zyklus des Lebens ist – wie es schon der Titel verrät – konsequent auf das Leben ausgerichtet; eine Ausstellung, die tief berührt und zum intensiven Nachdenken anregt. Ausstellungskuratorin Dr. Angelina Whalley ist überzeugt, dass verschiedene multimediale Elemente zusätzlich helfen, den Besuchern ein besseres Verständnis von ihrem Körperinneren zu vermitteln. Schon heute hören 10% nach dem Ausstellungsbesuch auf zu rauchen oder rauchen weniger, 25% treiben mehr Sport und 50% achten stärker auf ihre Ernährung und Gesundheit.
Damit leisten die Ärzte Gunther von Hagens und Angelina Whalley in ihren KÖRPERWELTEN Ausstellungen medizinische Aufklärung der präventiven Art. Ohne erhobenen Zeigefinger zeigt die Ausstellung durch Präsentation anatomischer Fakten im Vergleich von gesund und krank, dass es möglich ist durch gesunde Lebensweise, länger und gesünder zu leben. Gunther von Hagens hofft, dass seine neue Ausstellung die Besucher dazu inspiriert mehr aus ihrem Leben zu machen: „Je älter ich werde, umso mehr realisiere ich, dass der Tod das Normale ist – und das Leben die große Ausnahme. Ich wünsche mir, dass KÖRPERWELTEN & Der Zyklus des Lebens die Menschen ermutigt, danach zu streben, jeden Tag gesund zu leben – ein Leben lang.“
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KÖRPERWELTEN & Der Zyklus des Lebens in Heidelberg – Ausstellungsimpressionen und Interview mit der Kuratorin der Ausstellung Dr. Angelina Whalley
http://www.koerperwelten-deutschland.de/impressionen/interview.html
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Der erste Eindruck war schon etwas gespalten, da das Gelände des Bahnhofs schon etwas, na sagen wir mal Baustellenmäßig war. Zelte, Imbissbuden, Absperrgitter etc. aber Innen war das ganze dann doch schon etwas anders. Die Exponate sind schon sehr beeindruckend und zeigen den Körper aus einer völlig neuen Sichtweise für das Publikum. Mir ist sofort aufgefallen wie ruhig es dort zuging, denn das übliche laute Gerede und der Lärm in Museen war hier nicht vorhanden. Ehrfurcht? Als Essenz der Ausstellung würde ich mal behaupten : Egal wie Alt du bist, was du in deinem Leben auch machst, du bist für deinen eigen Körper selbst verantwortlich. Ob Raucherlunge, Leberzirrhose oder Fettleibigkeit, die Auswirkungen auf den Körper sind schon erschreckend anzusehen und auch Beispiele, dass man im hohen Alter noch Dinge tun und erreichen kann werden dargestellt.
Die Plastinate sind wie z.B.: Der Schlitten mit den Rentieren, der springende Tänzer oder auch der Gorilla sind schon sehr Eindrucksvoll.
Das die Ausstellungen etwas umstritten sind, zeigt auch die Ausstellung in Berlin mal wieder, da dort ein "Schwebender Act" in einem separatem Raum ausgestellt wird und für Aufregung sorgt. Man muss also schon für sich selbst entscheiden ob man sich so etwas ansieht oder nicht. Ich kann die Ausstellung nur empfehlen, den die Einblicke in den Menschlichen Körper hätte ich so wohl nirgends bekommen.
Auf Grund der strengen Richtlinien gibt es diesmal keine Fotos von mir, aber viele Bilder findet ihr auf der Offiziellen Seite der Körperwelten: http://www.koerperwelten-deutschland.de/willkommen.html
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Körperwelten ist der Titel einer seit 1996 bestehenden Wanderausstellung plastinierter, überwiegend menschlicher Körper. Die Ausstellung ist auf Grund der Exponate umstritten. Die europaweit erste Körperwelten-Ausstellung fand vom 30. Oktober 1997 bis 1. März 1998 im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim statt. Initiator der Ausstellung ist der Anatom Gunther von Hagens. Im Jahr 2003 gab es zwei Ausstellungen, die gleichzeitig an verschiedenen Orten gezeigt wurden. Im Januar 2004 erhob das Magazin Der Spiegel Vorwürfe gegen Gunther von Hagens, für seine Ausstellungsstücke Leichen chinesischer Hinrichtungsopfer zu verwenden. Später gab der Verlag der Zeitschrift jedoch eine Unterlassungserklärung ab, mit der er sich verpflichtete, diese Behauptungen nicht mehr zu verbreiten. Gegen Spiegel Online konnte Hagens im Frühjahr 2005 wegen der Verbreitung derselben Behauptung eine einstweilige Verfügung erwirken. Nach der Beendigung der Ausstellung in Frankfurt im Frühjahr 2004 erklärte Gunther von Hagens, keine weiteren Ausstellungen mehr in Deutschland veranstalten zu wollen. Vom 10. Januar bis 26. April 2009 wurde jedoch seine Ausstellung unter dem Titel Körperwelten & der Zyklus des Lebens in Heidelberg veranstaltet. Seit dem 7. Mai 2009 ist die Ausstellung in Berlin zu sehen. Nach Körperwelten 2004 gab es zunächst zwei Versionen der Anatomieschau. Mittlerweile werden weltweit fünf Körperwelten-Ausstellungen gezeigt, wovon jede einem besonderen Themenschwerpunkt gewidmet ist. In Der Zyklus des Lebens ist der Körper im Lauf der Zeit das Thema: wie er entsteht, reift und wächst, seine Gesundheit, physiologische Höhepunkte und schließlich das Schwächerwerden – die Palette reicht also von der Zeugung bis ins hohe Alter. Im Februar 2005 hat Hagens damit begonnen, einen Elefanten zu plastinieren, der zuvor im Zoo Neunkirchen (Saar) lebte. Der Körper des unerwartet verstorbenen Elefantenweibchens Samba wurde zur Plastination nach Heidelberg gebracht und soll zwei bis drei Jahre später in den Ausstellungen als weltweit größtes Plastinat Platz finden. Seit einigen Jahren existieren Schauen mit ähnlicher Aufmachung anderer Veranstalter. Im Mai 2008 forderte der Staatsanwalt Mario Cuomo die Veranstalter einer zu diesem Zeitpunkt in New York gastierenden Ausstellung auf, schriftlich nachzuweisen, dass die Spender der Körperteile eines natürlichen Todes starben. Eine Vereinbarung mit dem Veranstalter solle besagen, dass Gäste ihr Eintrittsgeld zurückfordern könnten, sollte sich die Herkunft der Leichen als zweifelhaft erweisen. Nach einer ersten Stellungnahme der Veranstalter wurden die Exponate in den Plastination Laboratories der Dalian Medical University in Dalian, China erstellt. Von Hagens ließ erneut dementieren, in seinen Ausstellungen Leichname aus China zu zeigen.
Ein Teil des James Bond Films Casino Royale spielt in dieser Ausstellung. Es sind große Schilder mit "Bodyworlds" und ein Bild von Gunther von Hagens zu sehen.
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Impressionen der Stadt Heidelberg
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