Motorworld Classics Bodensee 2019

Die 12. Oldtimermesse am Bodensee feiert die klassische Mobilität

Oldtimer stehen hoch im Kurs: Die 12. Motorworld Classics Bodensee rückt drei Tage die klassische Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft in den Mittelpunkt. Auf der Verkaufs- und Eventmesse, die vom 10. bis 12. Mai 2019 auf dem Messegelände in Friedrichshafen stattfindet, treffen sich die Liebhaber und Fans zum großen Oldtimer-Meeting. Messechef Klaus Wellmann und Bereichsleiter Roland Bosch bringen es auf einen Nenner: „Das Konzept der Motorworld Classics Bodensee ist einzigartig: Keine andere Oldtimermesse bildet das Thema klassische Mobilität so perfekt ab. Neben den emotionalen und dynamischen Events begeistert auch die breite Vielfalt die Zuschauer – renommierte Oldtimerhändler und Restaurierungsbetriebe sind ebenso vor Ort wie zahlreiche Clubs.“

Das Konzept der Oldtimermesse am Bodensee ist individuell und speziell: Auf dem Messegelände sind exklusive Sammlerfahrzeuge neben Oldtimern für das kleine Budget im Angebot. Über 800 Aussteller, darunter 100 Marken-Clubs und Teilnehmer sind auf dem Messegelände in zehn Hallen auf 85 000 qm Fläche präsent. Erwartet werden rund 38 000 Besucher an drei Messetagen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich. Neben dem Angebot von Fahrzeughändlern und Privatanbietern bietet die Motorworld Classics Bodensee mit dem Teilemarkt für Ersatzteil- und Zubehörsuchende ein volles Sortiment. Das Angebot der Messe erstreckt sich von automobilen Raritäten über Motorräder und rassige Riva Boote bis hin zu klassischen Accessoires für Oldtimerfahrer.

Roland Bosch freut sich, dass die Oldtimermesse am Bodensee von Experten als das deutsche Gegenstück zum englischen Goodwood bezeichnet wird. „Damit schließt sich der Kreis zur Sonderschau ‚British Classic Cars & Bikes‘. Vom Mini bis zum herrschaftlichen Rollce-Royce – die Fahrzeuge aus Great Britain sind besondere Exemplare. Oldtimer kommen bei der diesjährigen Motorworld Classics Bodensee unter den Hammer: Verschiedene historische Fahrzeuge werden am Samstag, 11. Mai 2019, ab 14 Uhr im Rahmen der Messe in der Halle B1 versteigert.

Der Wert eines Oldtimers steigt mit dem Grad seiner Originalität. Umso mehr steht bei einer Restaurierung die fachliche Qualität im Vordergrund. Ob Karosse, Motor, Innenausstattung oder Elektronik: Die auf der Motorworld Classics Bodensee ausstellenden Fachbetriebe garantieren eine optimale Restaurierung der Fahrzeuge.

Die Motorworld Classics Bodensee ist auch das Mekka der Fans der klassischen Fliegerei. Durch die direkte Nachbarschaft zum Flughafen Friedrichshafen ist der Traum vom Fliegen hautnah erlebbar. Neben der Sonderschau mit 20 historischen und flugfähigen Luftfahrtklassikern in der Halle A3 startet täglich ab 14:30 Uhr die Airshow mit interessanten alten Maschinen. Ein besonderes Highlight der Motorworld Classics Bodensee ist der Messerundkurs. Hier können die Besucher die Atmosphäre glorreicher Rennsportepochen erleben und live beim Schrauben an ihren Boliden zuschauen.

Die Motorworld Classics Bodensee ist ein gemeinsames Projekt der Messe Friedrichshafen GmbH und der MOTORWORLD Consulting GmbH & Co. KG. Die Motorworld Classics Bodensee findet von Freitag, 10. bis Sonntag, 12. Mai 2019 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt.

Weitere Infos unter www.motorworld-classics-bodensee.de und auf Facebook www.facebook.com/MotorworldClassicsBodensee.

Retro Bikes haben ihren großen Auftritt

Motorräder im Retro Design werden immer beliebter. Ein Trend, der sich auch auf der Motorworld Classics Bodensee (10. bis 12. Mai 2019) zeigt. Auf der Sonderschau „The Stars of Neo Classics“, gesponsert von Hamburger Motorradreifen, sind alle derzeit kaufbaren Retro Bikes zu sehen. Ausgelöst wurde dieser Trend vor wenigen Jahren vor allem durch die BMW R NineT, die mit ihrem bärenstarken und luftgekühlten Boxer Motor sprichwörtlich wie eine Bombe in den Motorradmarkt eingeschlagen hat. Andere Hersteller wie Triumph oder Harley Davidson und Moto Guzzi leben seit langer Zeit gut von diesem Trend. Mittlerweile wachen aber auch die anderen Hersteller auf. Allen voran Kawasaki mit der Z 900 und nun auch Suzuki mit der Neuauflage der legendären Katana. Edel ist auch die indische Marke Royal Enfield unterwegs, die mit zwei Zweizylinder Retromodellen am Start ist.

Es muss also nicht immer ein richtiger Oldtimer sein, um das Fahrvergnügen früherer Tage zu erleben. Bei den Retro Bikes ist im Grunde genommen nur das äußere Design auf die klassische Form getrimmt, unter dem Kleid aber steckt die aktuelle Technik der modernen Motorrad Generation.

Starke Motorräder auf dem Messerundkurs

Über 70 historische Rennmotorräder werden in diesem Jahr auf dem 1,6 Kilometer langen Messerundkurs täglich von 11 bis 17 Uhr ihre schnellen Runden drehen und dafür sorgen, dass die gute alte Zeit des Motorradrennsports wieder auflebt. Von der kleinen, aber pfeilschnellen 125er Moto Morini bis hin zur brüllenden MV Agusta mit ihrem bärenstarken Vierzylinder.

Englische Klassiker prägen Motorradszene

Bei der Sonderschau „British Classic Cars & Bikes“ sind im Foyer West exklusive und ausgefallene Motorräder von der britischen Insel zu sehen. Auch wenn derzeit eher der Brexit in aller Munde ist, englische Motorradhersteller wie BSA, Norton oder Triumph haben die Motorradszene über Jahrzehnte hinweg geprägt. In der Halle B3 finden die Fans englischer Fahrkultur auch das legendäre Londoner ACE-Café. Der ultimative Szenetreff für die Biker in den Sechziger und Siebziger Jahren. Vor einigen Jahren erfuhr das ACE-Café seine Wiedergeburt. Zwar fahren im Gegensatz zu früher keine Motorräder mehr rund um den Block, solange in der Juke Box der neueste Hit auf dem Plattenspieler läuft, aber jeder Biker, der etwas auf sich hält, möchte einmal im Leben Gast in diesem Café sein. Viele Festland-Biker besuchen das ACE-Café auf ihrem Trip zur Isle of Man, wo alljährlich die berühmten TT Racings stattfinden. Informationen zur Isle of Man, die auch wegen ihren schwanzlosen Katzen bekannt ist, gibt es direkt neben dem ACE-Café.

Der Bulli – ein vielseitiges Erfolgsmodell

VW Bus Bulli – Er steht für abenteuerliche Erlebnisse, zwischenmenschliche Anekdoten und variantenreichen Selbstausbau: der VW Bus T1 bis T6, liebevoll auch Bulli genannt. Anfang der 1950er-Jahre als Multifunktionsauto gebaut, sollte er vor allem ein praktischer, einfacher und bezahlbarer Transporter werden, der sich dann jedoch schnell zu einem Kultwagen mit Charakter und großer Fangemeinde entwickelte. Auf der Motorworld Classics Bodensee in Friedrichshafen von 10. bis 12. Mai kommt der Oldtimer ganz groß raus.

Die besten Ideen entstehen oft aus der Not heraus – so auch der VW Bulli. Ursprünglich als Plattenwagen konstruiert, in dem Autoteile des beliebten VW Käfers verbaut waren, folgte aus dem einfachen werksinternen Wagen ein leistungsstarker Transporter: der T1. Nicht viel breiter als ein Käfer, erreichten die ersten VW Busse fast 100 km/h dank ihres 25 PS Boxermotors. Dieser befand sich damals noch im Heck des Transporters und wurde luftgekühlt. Schnell war klar, der VW T1 ist vor allem eins: vielseitig. Ein wendiges Auto, das als Bus, Lieferwagen oder Transporter genutzt werden kann. Zudem sah er mit seinem bulligen Design, glänzendem Lack, verchromten Stoßstangen und der geteilten Frontschreibe sehr gut aus. Nur ein knappes Jahr später erscheint der Bulli in der Samba-Ausgabe mit acht Sitzen in drei Reihen sowie zusätzlichen Türen und Fenstern. Die perfekten Voraussetzungen für einen Umbau zum Allround-Reisemobil. Dank dem Fahrzeugausbauer Westfalia ließ sich der Samba bei Bedarf ganz einfach in einen Camper verwandeln. Das Nachfolgemodell T2 mit seitlicher Schiebetür wurde dann vor allem ein Symbol der durch die Welt tingelnden Hippies. Der Vintage-Charakter der ersten VW Buse spricht auch heute noch unzählige Globetrotter und Oldtimerfans an.

Einer von ihnen ist Aladar Duck aus Ravensburg. Er besitzt zusammen mit seiner Frau und seinen beiden erwachsenen Söhnen unter anderem zwei T1- und zwei T2-Busse, die er zusammen mit anderen VW-Bus-Klassikern in Halle A2 auf der Messe in Friedrichshafen präsentieren wird. „In meiner Jugend haben wir den Innenraum eines T2 mit Velourteppich ausgekleidet und sind an den Atlantik gefahren“, erinnert sich der 54-jährige Familienvater. Als der VW Bus irgendwann seinen Geist aufgegeben hat, interessierte sich Duck für andere familientaugliche Autos.

Viele Jahre später saß er eines Abends mit seinem 17-jährigen Erstgeborenen vor dem Fernseher. Die beiden schauten fasziniert eine Reportage über die Restaurierung eine T1 Samba-Modells an. Der Kommentar seines Sohnes anschließend: „Papa, können wir sowas nicht auch machen?“ Nach reiflicher Überlegung fanden die beiden schließlich für 4000 Euro einen VW Bus Baujahr 1963 beim „Roten Kreuz“, der in „relativ schlechtem Zustand“ war. Mit Hilfe eines Bekannten, der ihnen seine Kfz-Werkstatt samstags zur Verfügung stellte, haben Vater und Sohn die T1-Rostlaube eineinhalb Jahre lang wieder auf Vordermann gebracht. „1300 Stunden haben wir insgesamt investiert“, erzählt Duck, der von Beruf Maschinenbauer ist.

Doch die Restaurierung lief alles andere als glatt. In der TV-Dokumentation hatte man die Karosserie sandgestrahlt. „Leider wurden bei uns dabei die Seitenwände verformt, und wir waren deshalb ziemlich gefrustet.“ Also mussten die beiden nochmal Geld in die Hand nehmen und in England neue Seitenwände im originalen Stil bestellen, die dann mühevoll eingeschweißt wurden. „Ohne Hilfe von Experten hätten wir das niemals geschafft“, sagt Aladar Duck. Im Sommer 2011 war der Samba Bus dann endlich fertig und kam auf Anhieb durch den TÜV. Inzwischen hat die Familie drei weitere Busse instandgesetzt, mit denen sie im Sommer nicht nur in den Urlaub fahren, sondern auch im Alltag unterwegs sind. Denn das Bulli-Fahren macht gute Laune, auch wenn so ein Bus zehn Liter Sprit auf 100 Kilometer schluckt.

Aladar Duck hat vor einigen Jahren den „VW Stall“-Club gegründet – eine lose Gruppe, die sich einmal im Monat im Gasthof Kreuz in Ravensburg-Bavendorf zum Stammtisch trifft und gelegentlich gemeinsam Ausfahrten unternimmt. Auch eine Facebook-Gruppe gibt es längst. Sie hat inzwischen rund 110 Mitglieder auf der ganzen Welt: von Europa über Mexiko bis Brasilien. In dem Forum gibt man sich gegenseitig Tipps beim Reparieren oder Kauf von VW Bussen. Auf der Motorworld Classics Bodensee wird der Club mehrere T1- und T2-Modelle vorstellen. Und zwar nicht nur ein liebevoll ausgebautes Reisemobil, sondern auch ein Handwerkerfahrzeug mit Pritsche, einen Personentransporter oder etwa ein tiefer gelegtes Modell aus den USA. Mit von der Partie ist Reisefotograf Peter Gebhard, der von seinen Touren mit einem roten Bulli von Istanbul bis zum Nordkap beziehungsweise quer durch Island berichten wird. Und dazu gibt es jede Menge Rockmusik, damit „Woodstock“-Feeling auf dem Messegelände aufkommt. Der Bulli wurde für Volkswagen weltweit und vor allem auch in Amerika zum Erfolgsmodell. Dafür sorgten zunächst die surfbegeisterten Sunny Boys im warmen Kalifornien und nicht zuletzt die langhaarigen Hippies, die den Bulli als ideales Schlaf- und Transportmittel vergötterten. Das sich der legendäre „Summer of 69“ und das größte Open Air Konzert aller Zeiten in Woodstock diesen Sommer zum fünfzigsten Male jährt, wird auf der Bulli-Sonderschau in Halle A3 ebenfalls gewürdigt.

Einer der schönsten Hippie Sambabusse aller Zeiten dient als Anlaufstelle für diejenigen, die diesen Sommer live erlebt haben. Aber auch Leute die sich aus bestimmten Gründen nicht mehr an diese wilden Zeiten erinnern oder schlicht noch gar nicht geboren waren, werden begeistert sein. Was damals noch nicht möglich war: Jeder, der sich im Hippie Outfit vor dem Bulli fotografieren lässt, erhält seine persönliche Erinnerung auf einer speziellen Facebook und Instagram Seite.

Klassikwelt Bodensee - Historische Mobilität auf einem neuen Level

 FOTOS DER KLASSIKWELT BODENSEE 2019: Demnächst.

Foyer - British Cars and Bikes ; Halle A3 - Flugzeuge ; Halle A6 - Vintage Fahrerlager

Halle A4 und A5 - Clubwelten Teil 1 ; Halle A4 und A5 - Clubwelten Teil 2 ; Impressionen vom Vintage-Rennen

Impressionen der Motorworld Classics Teil 1 ; Impressionen der Motorworld Classics Teil 2

Flugshow - Motorworld Classics Teil 1 ; Flugshow - Motorworld Classics Teil 2

                       

 

 12. Oldtimermesse Motorworld Classics Bodensee ging am Sonntag nach drei Tagen mit 38 100 Besuchern zu Ende

Szenetreff am Bodensee mit starker fachlicher Kompetenz

Die Oldtimerszene lebt drei Tage ein volles Programm rund um die historische Mobilität: Das Geschäft mit Oldtimern und die fachgerechte Restaurierung standen im Fokus. Fahrzeuge in allen Preisklassen waren im Angebot. Dazu ein höchst dynamisches Rahmenprogramm mit Vintage Racing auf dem Messerundkurs, täglichen Airshows, Flower Power Party auf der Sonnenkönigin und mittendrin das Londoner Wahrzeichen „Big Ben“, um den sich eine wunderbare Vielfalt von historischen „British Cars“ präsentierte. Die Oldtimermesse Motorworld Classics Bodensee ist am Sonntag mit einem ausgesprochen guten Ergebnis zu Ende gegangen: Mit 38.100 Besuchern verzeichnete die Messe am Ende (2018: 37.700) einen leichten Zuwachs.

 

Viele Besitzer eines historischen Gefährts ließen sich den Spaß nicht nehmen und fuhren mit ihrem eigenen „Oldie“ zum großen Event nach Friedrichshafen. „Und das, obwohl wir kein klassisches Oldtimerwetter bieten konnten“, freuten sich Messechef Klaus Wellmann und Bereichsleiter Roland Bosch über den starken Oldtimerverkehr in Richtung Messe. Sybille Bayer, Geschäftsführerin MoWo Messe- und Veranstaltungs GmbH & Co. KG: „Wieder einmal haben wir erlebt, dass sich die Szene aus Deutschland, Österreich und Schweiz am Bodensee trifft – ein interessiertes und kaufkräftiges Publikum. Das spiegeln auch die Stimmen der Aussteller wider, von denen wir durchweg ein positives Fazit bekommen haben.“

 

Überhaupt stehen der Fahrspaß und die Freude am Oldtimer neben dem Geschäft   ganz hoch im Kurs: „Am Bodensee lebt die Szene, wir bewegen die historische Mobilität und im Gegensatz zu den anderen Oldtimermessen in Deutschland sind wir dynamisch unterwegs“, richten Messechef Klaus Wellmann und Bereichsleiter Roland Bosch zum Abschluss am Sonntag den Fokus auf das Messekonzept, das auch von der Konkurrenz mit großem Respekt beobachtet wird. Sehr zur Freude der Messemacher hoben viele Aussteller auch immer wieder die „überaus starke fachliche Qualität des Angebots, aber auch der vielen Fachbesucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hervor, die mit ihrem Hobby eng verbunden sind und das kompetente Angebot mit fachgerechter Restaurierung und im Teilmarkt sehr schätzen. Die 12. Motorworld Classics Bodensee präsentierte mit 800 Ausstellern, Clubs und Teilnehmern aus 17 Ländern ein Branchenevent, das fachgerecht und individuell auf die Oldtimerszene ausgerichtet ist.