Die Bosch Hockenheim Historic 2021

ENDLICH WIEDER KLASSISCHE RENNWAGEN IM HOCKENHEIMER MOTODROM ERLEBEN

•   Reminiszenz an einen der größten Rennfahrer aller Zeiten: Die Bosch Hockenheim Historic vom 27. bis 29. August 2021

•   Enorme Vielfalt: Elf Rennserien bieten Hochgenüsse für Fans klassischen Rennsports

•   Familienfreundlich: Tagestickets sind bereits ab 10 Euro erhältlich

Mit der „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival“ läutet eine echte Kultveranstaltung die Rückkehr zum Rennbetrieb vor Zuschauern am Hockenheimring ein. Mehr als 500 Teilnehmer in ihren automobilen Kostbarkeiten aus mehreren Epochen lassen das Herz jedes Classic- und Rennsport-Fans höherschlagen. Ebenso wie die Erinnerung an einen der größten Autorennfahrer aller Zeiten: Jim Clark. Zwei Formel-1-WM-Titel (1963 und 1965) stehen genauso für das Vermächtnis des Schotten wie sein tragischer Unfall in einem Formel-2-Rennen am 7. April 1968 in Hockenheim.

Aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen wird der Fokus der diesjährigen Veranstaltung auf den Rennläufen auf der Grand-Prix-Strecke liegen, nicht jedoch auf einem umfangreichen Rahmenprogramm. Elf spektakuläre Rennserien lassen bei der Veranstaltung den Zauber vergangener Rennsport-Zeiten wieder aufleben. Mit am Start sind die atemberaubenden Boliden der Gruppe C, der Tourenwagen Classics und der Historic Racecar Association. Auch das weitere Starterfeld ist mit der Historischen Formel Vau Europa, der CanAM & Sportscars, der GT Classics, der Youngtimer Touring Car Challenge, Dunlop Gentle Drivers ’65, dem Kampf der Zwerge und der VFV GLPPro hochkarätig besetzt. Läufe der Vereinigung Raceclub Germany runden das einmalige Spektrum ab.

Zuschauer auf Tribünen und im Fahrerlager erlaubt

Und das alles gibt’s endlich auch wieder zum Gucken, Riechen und Anfassen. Denn bei der Bosch Hockenheim Historic sind unter Einhaltung eines Hygienekonzept, welches den 3G-Nachweis (genesen, geimpft oder getestet) und Maskenpflicht umfasst, Zuschauer zugelassen. Tickets gibt es sowohl im Vorverkauf als auch an der Tageskasse.

Die Preise sind wie immer bei der Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival äußerst familienfreundlich gehalten. Schon ab 10 Euro für ein Freitags-Ticket geht’s los, die Tageskarten für Samstag und Sonntag kosten jeweils ab 30 Euro, wer das gesamte Wochenende hautnah erleben möchte, ist ab 45 Euro dabei. Und für jene, die es etwas exklusiver mögen, gibt’s ab 200 Euro auch VIP-Tickets mit entsprechender Betreuung. Tickets gibt’s über den Online-Ticketshop oder unter der Hotline +49(0)6205 950-222, weitere Informationen unter www.hockenheim-historic.de.

Das volle Programm

ALLE RENNSERIEN IM ÜBERBLICK

Gut 36 Jahre nach dem letzten Lauf zur damaligen Sportwagen-Weltmeisterschaft in Hockenheim geben die atemberaubenden Boliden der Gruppe C an alter Wirkungsstätte ein Comeback. Große Namen wie Stefan Bellof, Manfred Winkelhock, Jochen Mass, Jacky Ickx, Hans-Joachim Stuck, Bob Wollek, Klaus Ludwig, Riccardo Patrese, Derek Bell oder Thierry Boutsen waren es damals, die in ihren rund 700 PS starken Porsche, Lancia, Sauber-Mercedes, Ford oder Jaguar die Fans von den Sitzen rissen. Den Sieg feierten damals übrigens die späteren Weltmeister Stuck/Bell im Porsche 962C. Der Group C Supercup ist also ein echtes Schmankerl für Sportwagenfans.

Gleiches gilt für die Tourenwagen Classics, die sich zu einem Tummelbecken der mitreißendsten Renntourenwagen der vergangenen 40 Jahre gemausert haben. Egal ob es die hochgezüchteten High-Tech-Boliden aus der Class-1-Ära der ITC zwischen 1993 und 1996, die „klassischen“ Tourenwagen der goldenen DTM-Zeiten von 1984 bis 1992, die moderneren Supertourenwagen (STW) oder die legendären Boliden aus der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) sind – wer Tourenwagen liebt, bekommt hier was fürs Herz. Zumal es sich auch alte Kämpen wie Roland Asch, Harald Grohs, Kurt Thiim, Altfrid Heger und Leopold Prinz von Bayern nicht nehmen lassen, sich hin und wieder ins Cockpit ihrer früheren Arbeitsgeräte zu klemmen. Was bei den meisten von ihnen noch ebenso geschmeidig aussieht wie Jahrzehnte zuvor!

Noch tiefer in die Historie tauchen wir mit der Historic Racecar Association ein. Diese widmet sich den erfolgreichen Nachwuchsformeln des vergangenen Jahrhunderts von Formel Ford über Formel Vau und Super Vau bis zur Formel 3. Der Raceclub Germany vereint historische Monoposti aus den Klassen Formel 1, Formel 2, Formel 3, Formel Vau und Formel Opel-Lotus. Die Historische Formel Vau Europa e.V. hält mit rund 300 Mitgliedern aus 14 Nationen das Erbe einer der erfolgreichsten Nachwuchsformelserien der Geschichte hoch. Der bekannteste Aufsteiger aus der seinerzeit von Ferry Porsche und dem damaligen Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein ins Leben gerufenen Klasse war der 2019 verstorbene dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda.

Auch die Freunde klassischer GT und Rennsportwagen kommen bei der Bosch Hockenheim Historic voll auf ihre Kosten. CanAm & Sportscars bieten die Bühne für Sportprototypen aus Serien, die sich vor allem im Falle der Rennwagen aus dem Canadian-American Challenge Cup (CanAm) durch überaus freizügige Technik auszeichneten. Die CanAm-Raketen leisteten teilweise deutlich mehr als 1000 PS und waren mit abenteuerlicher Aerodynamik ausgestattet. Wenn diese Ungetüme von der Leine gelassen werden, bebt das Motodrom.

Ein Fest für Augen und Ohren ist die Youngtimer Touring Car Challenge, eine bunte Mischung aus diversen Rennfahrzeugen bis Baujahr 1990 – Tourenwagen, Sportwagen und Prototypen sind ebenso dabei wie Originalrenner von den 24 Stunden von Le Mans oder der US-amerikanischen IMSA-Serie. Bei den GT Classics (GTC) ist der Name Programm – wunderschöne, faszinierende Grand-Tourisme-Fahrzeuge der 80er-, 90erund 2000er-Jahre sowie Rennwagen aus den früheren Gruppen 4 und 5 sowie der ITC sorgen für spannende Rennen und optische wie akustische Genüsse.

Nichts weniger trifft auf die Dunlop Gentle Drivers `65 zu. Die 2015 gegründete Rennserie „A Gentle Drivers Trophy“ ist ausgeschrieben für GT und Rennsportwagen der Jahrgänge 1947 bis 1965, unterteilt in Fahrzeuge mit Trommel- und Scheibenbremsen sowie nach Hubraumgröße. Etwas irreführend ist mitunter der Name Kampf der Zwerge. Was sich nach Kinderspielen anhört, sind in Wirklichkeit beinharte Duelle auf der Rennstrecke mit Fahrzeugen, deren Hubraum auf 1300 ccm begrenzt ist. Der Verein Kampf der Zwerge e.V. bildete sich 2013 aus dem Verbund der vier Serien Abarth Coppa Mille, British Car Trophy, NSU TT Trophy und dem 1300 Histo Cup. Dieser Verein hat derzeit 120 Mitglieder, von denen 86 für die Saison 2021 fix eingeschrieben sind. Damit stellt der Kampf der Zwerge mittlerweile Deutschlands teilnehmerstärkste Sprintserie dar.

Last but not least: Die VFV GLPPro. Diese steht für Gleichmäßigkeitsprüfungen, die einer Vielzahl von Fahrzeugen offenstehen. Egal ob Tourenwagen, Sportwagen oder Monoposti – hier darf quasi alles mitfahren, was vier Räder und eine motorsportliche Historie hat.

Jim Clark Biographie 04.März 1936 – 07.April 1968

 James „Jim“ Clark junior, (* 4. März  1936 in Kilmany, Fife, Schottland; † 7. April 1968  in Hockenheim)

Jim Clark gilt bis heute als einer der besten Formel-1-Piloten der Geschichte und wurde zum Vorbild für zahlreiche spätere Weltmeister, darunter Jackie Stewart, Alain Prost und Ayrton Senna. Seine 25 Siege in zur Fahrer-Weltmeisterschaft zählenden Grand Prix stellten bei seinem Tod Formel-1-Rekord dar.

Tödlicher Unfall

Nachdem sein F2-Wagen in der Woche zuvor in Barcelona beschädigt wurde, aber ein Einsatz für Ford beim Sportwagenrennen in Brands Hatch nicht zustande kam, trat er doch auf dem Hockenheimring an, nachdem er am Abend zuvor im Aktuellen Sportstudio interviewt wurde. Im Regen verunglückte der 32-Jährige im für ihn völlig unbedeutenden Formel-2-Rennen tödlich, vermutlich infolge eines schleichenden Plattfußes und Reifenschadens, als er auf der Waldgeraden nach dem Motodrom von der Piste abkam und mit seinem Lotus 48 gegen einen Baum schleuderte. Es gab keinen Augenzeugen, da an dieser Stelle keine Zuschauer standen und die Konkurrenten zu weit hinter Clark waren, der zum Zeitpunkt des Unfalls an für ihn ungewohnter Position im Mittelfeld fuhr. Die von Lotus-Chef Colin Chapman in Auftrag gegebene Untersuchung des Unfalls durch Peter Jowitt, einen auf Unfallermittlungen von Militärflugzeugprototypen spezialisierten Ingenieur, ergab, dass Jim Clark keine Chance hatte. Auf dem Waldboden versuchte er noch mit Maximaldrehzahl das Fahrzeug in eine andere Richtung zu steuern, doch durch die Vielzahl der Bäume fehlte der Platz und es kam zu dem fatalen seitlichen Einschlag. Jowitt kam zu dem Ergebnis, dass ein Reifenschaden ursächlich für das Unglück war. Erst später wurden Leitplanken in Hockenheim aufgestellt, Sicherheitsstreifen angelegt und nahe seiner Unfallstelle eine Bremsschikane errichtet, die Jim-Clark-Schikane genannt wurde. An der Unglücksstelle wurde ein Gedenkstein errichtet, der im Zuge der umfangreichen Umbauarbeiten am Hockenheimring (Verkürzung und geänderte Streckenführung, um weiterhin „Formel-1-tauglich“ zu sein) in Richtung Motodrom versetzt wurde.

Clarks Tod erschütterte den gesamten Rennsport bis in seine Grundfesten und schockierte insbesondere die Fahrerkollegen. Juan Manuel Fangio sagte noch kurz vor seinem Tod im Jahre 1995, dass seiner Meinung nach Jim Clark der mit Abstand größte Fahrer aller Zeiten sei. Bereits in seinem Nachruf auf Clark im April 1968 äußerte er unumwunden: „Er war besser als ich.“ Eine vergleichbare Reaktion gab es lediglich noch einmal in der langen Geschichte der Formel 1, 26 Jahre später mit dem Tod Ayrton Sennas. Jene Jahre des Rennsports waren von einer ganzen Reihe von tödlichen Unfällen in den Topkategorien des Motorsports überschattet: Zwischen 1967 und 1971 kamen Lorenzo Bandini (Ferrari, Monaco), Lucien Bianchi (Alfa Romeo, Le Mans), Mike Spence (Indianapolis), Piers Courage (Zandvoort), Ludovico Scarfiotti (Bergrennen Roßfeld), Bruce McLaren (Goodwood), Jochen Rindt (Monza), Pedro Rodriguez (Norisring) und Jo Siffert (Brands Hatch) in ihren Rennwagen ums Leben.

Genau Infos unter: http://www.hockenheim-historic.de/jim-clark/

Im Mittelpunkt der Bosch Hockenheim Historic 2018 stand traditionsgemäß auch jener Rennfahrer, zu dessen Ehren die Veranstaltung jedes Jahr stattfindet: Jim Clark. Am 7. April 2018 jährte sich der Unfalltod des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters auf dem Hockenheimring zum 50. Mal. Die Würdigung des Fahrgenies und liebenswerten Menschen Clark zog sich gleichsam wie ein roter Faden durch die drei Tage. Aus Anlass des Todestages waren Weggefährten und Zeitzeugen geladen, darunter auch zwei nahe Verwandte aus Schottland sowie Clive Chapman, Sohn des Lotus-Gründers und Clark-Förderers Colin. Die Kranzniederlegung am Jim-Clark-Memorial war in Anwesenheit der Gäste extrem berührend. „Wir sind erstmals und mit gemischten Gefühlen nach Hockenheim gereist“, sagte Clarks Cousin Doug Niven. „Zu sehen, wie die Erinnerung an Jimmy hier wachgehalten wird, beeindruckt uns sehr.“ Die Gäste aus Schottland durften am Ende einen Scheck der Hockenheim-Ring GmbH und des Badischen Motorsport Clubs in Höhe von 5.000 Euro mitnehmen, um den Aufbau eines neuen Jim-Clark-Museums in seiner Heimat zu unterstützen. Zur Gedenkminute am Sonntagnachmittag erhoben sich die Zuschauer von ihren Sitzen – wie schon vor 50 Jahren.

Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival: Historischer Motorsport bringt Zuschauer zurück ins Motodrom

Rund 500 historische Rennfahrzeuge waren am Wochenende im Motodrom und bringt die Zuschauer zurück auf die Tribünen und imnsFahrerlager. Das  3G-Hygienekonzept hatte sich ebenfalls  bewährt.

Bei der Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival am vergangenen Wochenende, 27. bis 29. August 2021, auf dem Hockenheimring wurde den Zuschauern ein einmaliges Spektrum im Bereich des historischen Motorsports geboten: Packende Rennläufe in allen Hubraumklassen und in den Fahrzeugkategorien Formel-Fahrzeuge, Sportprototypen, GT- und Tourenwagen und die Weltpremiere der Lotus „Black&Gold Collection“ von ChromeCars, die mit Präsentationsfahrten begeisterte.

Nach einem Jahr Corona-bedingter Pause zog es insgesamt knapp 20.000 Fans am Wochenende an den Hockenheimring. Jorn Teske, Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH, äußerte sich nach Veranstaltungsende höchst zufrieden über die mittlerweile 16. Ausgabe des beliebten Oldtimerevents: „Es ist ein tolles Gefühl, dass wir wieder Besucher auf den Tribünen und sogar im Fahrerlager begrüßen durften und der Zuspruch so groß war. Eine Veranstaltung wie die Bosch Hockenheim Historic lebt von der Nähe zum Fan. Egal, ob Teilnehmer, Fans, Sponsoringpartner oder Organisations-Team – alle waren froh, wieder gemeinsam am Ring zu sein. Doch wir leben in besonderen Zeiten und so haben wir bereits im Vorfeld besonderen Fokus auf die reibungslose Umsetzung unseres Hygienekonzepts gelegt, um ein möglichst sicheres Event gewährleisten zu können. Im Nachgang können wir festhalten, dass sich unsere Abläufe in Bezug auf die 3G-Abfrage bewährt haben und gut angenommen wurden.“

Für die Fans hatte sich das Kommen gelohnt: Rund 500 Teilnehmer in zwölf Rennserien boten lupenreinen Motorsport. Mit am Start waren die atemberaubenden Boliden des Gruppe C Super Cup, die Tourenwagen Classics, die Historic Racecar Association und die FHR HTGT um die Dunlop Trophy. Das weitere Starterfeld war mit der Historischen Formel Vau Europa, der CanAM & Sportscars, der GT Classics, der Youngtimer Touring Car Challenge, Dunlop Gentle Drivers ’65, dem Kampf der Zwerge und der VFV GLPPro hochkarätig besetzt. Traditionell rundeten Läufe der Vereinigung Raceclub Germany das einmalige Spektrum auf der Strecke ab. Exklusive Weltpremiere feierte die „Black&Gold Collection“ von ChromeCars, die mit ihren erlesenen Lotus-Formel-1-Fahrzeugen und einem LMP2 bei Präsentationsfahrten ein wahres Fest für die Sinne bot.

„Die große Vielzahl der Rennserien aus den unterschiedlichen Epochen und die vollen Starterfelder zeichnen die Veranstaltung aus und wir sind stolz, dass uns auch in Pandemiezeiten eine eindrucksvolle Mischung gelungen ist. Besonders gefreut hat uns die erfolgreiche Rückkehr der Gruppe C mit ihren spektakulären Fahrzeugen aus den 80er- und 90er-Jahren auf dem Hockenheimring. Das sind gute Vorzeichen für die Bosch Hockenheim Historic 2022, auf die wir uns schon jetzt freuen“, so Jochen Nerpel, Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH.

Die nächste Bosch Hockenheim Historic findet vom 6. bis 8. Mai 2022 statt

Fotoserien:

Boxengasse ; Black and Gold Collection ; CanAm and Sportscars ; Colmore YTTC ; Dunlop Gentle Drivers 65

Gruppe C Super Cup ; Historic Racecar Association ; Raceclub Germany ; Marc Stibbe Hockenheimring 2021